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Umschlag: Höfe vor der Nachfolge
Im Herbst 2021 ist erschienen: Thomas Schürmann: Höfe vor der Nachfolge. Landwirtschaft und bäuerliches Selbstverständnis im Oldenburger Münsterland (Schriften zur Alltagskultur im Oldenburger Münsterland, Band 2). Cloppenburg: Verlag des Museumsdorfs Cloppenburg, 2021 319 Seiten, 52 Abbildungen. ISBN 978-3-938061-45-9, 24,80 € — Aus dem Klappentext: Nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelte sich die Landwirtschaft des Oldenburger Münsterlandes zum Rückgrat einer florierenden gewerblichen Wirtschaft. Inzwischen stehen die Bauern jedoch unter wachsendem ökonomischen Druck. Zudem wird das bisherige Erfolgsmodell, eine hochintensive Landwirtschaft, in der Öffentlichkeit zusehends in Frage gestellt. Am Beispiel des Oldenburger Münsterlandes zeigt sich eine Reihe von Strukturproblemen der modernen Landwirtschaft in gedrängter Form. Das Buch fragt danach, wie die Bauern selbst ihre Lage sehen. In 38 offenen Interviews gaben Landwirte und ihre Familien aus dem Südoldenburger Raum Auskunft über ihre Stellung in der Gesellschaft, über Zumutungen und Glücksmomente ihres Berufes und darüber, wie sie sich der Zukunft stellen. Die gesammelten Aussagen zeigen nicht nur individuelle Wege und Schicksale; sie verwei­sen auch auf die Chancen und Perspektiven der ganzen Berufsgruppe.
Zusammen mit der gleichnamigen Ausstellung ist am 6. August das Buch “Zusammen ist man nicht allein − wie junge Menschen feiern” von Malaika Winzheim erschienen. Mit dem Buch eröffnet unser Institut zugleich seine neue Schriftenreihe “Schriftenreihe zur Alltagskultur im Oldenburger Münsterland”. – Sie können das Buch beim Museumsdorf Cloppenburg (www.museumsdorf.de) und in allen guten Buchhandlungen bestellen oder direkt im Eingangsgebäude des Museumsdorfes kaufen. 143 Seiten, zahlreiche farbige Abbildungen, fester Einband; ISBN 978-3-938061-44-2; 12,90 Euro
Ab Freitag, dem 6. August, gibt es eine neue Ausstellung zu sehen. “Zusammen ist man nicht allein − wie junge Menschen feiern”: Zu diesem Thema hat unsere wissenschaftliche Volontärin Malaika Winzheim eine Ausstellung in der Münchhausen-Scheune des Museumsdorfes erarbeitet. In der Ausstellung geht es am Beispiel des Oldenburger Münsterlandes um die Feste und Feiern junger Leute, vom Abtanzball über das Einmehlen, Junggesellinnenabschiede bis zum Kilmerstuten. Lassen Sie sich überraschen! Zur Ausstellung erscheint auch ein Begleitband aus der Feder Malaika Winzheims.
Auf dem Kongress „Welt.Wissen.Gestalten“ der Deutschen Gesellschaft für Volkskunde hatte Prof. Dr. Christine Aka einen Vortrag über das Projekt zu den Missionarinnen gehalten. Der Kongressband ist nun erschienen und auf der Seite des Hamburger Journals für Kulturanthropologie unter https://journals.sub.uni-hamburg.de/hjk/issue/view/92 als Open Access verfügbar.
Christine Aka: “Leutenot” im Erdbeerfeld – Saisonarbeit und Veredelungswirtschaft in gegenseitiger Abhängigkeit. Das Beispiel Oldenburger Münsterland. In: Zeitschrift für Agrargeschichte und Agrarsoziologie, 68 (2020), Heft 2, S. 65–83
Die Erforschung ländlicher Räume steht heute vor neuen Herausforderungen. Extensive Landwirtschaft, urbane Siedlungsentwicklungen in ländlichen Regionen, aber auch die Ansiedlung global agierender Unternehmen zeugen davon, dass ländliche Räume von Modernisierungs- und Globalisierungsprozessen nicht ausgenommen sind. Trotzdem existieren noch alteingesessene Vorurteile, ländliche Räume seien passiv, traditional, veränderungs- und modernisierungsresistent. Das von Dr. Oliver Kozlarek an der Universität Vechta verfolgte Projekt stellt diese Stereotypen in Frage. Es orientiert sich an aktuellen Debatten innerhalb der sozialtheoretischen Modernitätsforschung und versucht daraus eine Theorie ländlicher Modernen zu entwickeln.
Jüngst erschienen: Christine Aka: Mein Dorf im Buch. Ehrenamtliches Engagement als Exempel für “doing Ländlichkeit”. Ein Beitrag mit autoethnografischen Elementen. In: Manuel Trummer, Anja Decker (Hg.): Das Ländliche als kulturelle Kategorie. Aktuelle kulturwissenschaftliche Perspektiven auf Stadt-Land-Beziehungen. Bielefeld: transcript, 2020, S. 299-311.
Am 14. September 2020 wurde mit Inga Dickerhoff unser zweites Volontariat besetzt. Inga Dickerhoff hat ein Masterstudium an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt absolviert. Ihr Arbeitsschwerpunkt in unserem Institut liegt auf dem Projekt über Missionarinnen aus dem Oldenburger Münsterland.
Zum 1. Januar 2020 nahm die wissenschaftliche Volontärin Malaika Winzheim ihre Tätigkeit im Institut auf. Malaika Winzeim, die in Bonn Volkskunde/Kulturanthropologie studiert hat, untersucht bei uns schwerpunktmäßig das Feiern junger Leute im südoldenburgischen Raum.