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Schneller als 5G
Zusammen mit dem Museumsdorf Cloppdenburg – Niedersächsisches Freilichtmuseum und der Kommission Kulturanalyse des Ländlichen der Deutschen Gesellschaft für Empirische Kulturwissenschaft lädt das KAI-OM herzlich ein: Vom 22. bis 24. September 2022 tagen wir im Museumsdorf Cloppenburg zum Thema „Schneller als 5G?! – Kommunikation auf dem Land“. Die Teilnahme an der Tagung ist kostenfrei; um Anmeldung (bei schuermann@kai-om.de) bis zum 16. September wird jedoch gebeten Tagungsanschrift: Museumsdorf Cloppenburg, Bether Straße 6, 49661 Cloppenburg     Programm Donnerstag 22.9. 15.00 Begrüßung: Dr. Thorsten Müller, Direktor des Museumsdorfs Cloppenburg Christine Aka, KAI-OM: Ansagen, weitersagen und „appen“. Eine Einführung. Barbara Krug-Richter, Abt. Historische Anthropologie/Europäische Ethnologie, Universität Saarbrücken: Gerede, Gerüchte, Denunziationen – zur Kommunikation in der ländlichen Gesellschaft der Frühen Neuzeit Barbara Witmann, Institut für Europäische Ethnologie, Universität Bamberg: Bauernhöfe statt Agrarfabriken? Diskurse um Bedrohung, Neugestaltung und Bewahrung ländlicher Strukturen   Kommunikation beim Abendessen und in der Museums-Disko   Freitag 23.9. 9.30 Uhr: Anna Eckert, Thünen-Institut für Regionalentwicklung: Narrative von ‚Gemeinschaft‘ – Dorfleben erzählen Jonas Leineweber, Fakultät für Kulturwissenschaften, Kompetenzzentrum Kulturerbe, Universität Paderborn: „Dorffunk“. Kommunikation auf dem Land in Juli Zehs Dorfroman „Unterleuten“   11.00 Uhr: Kaffeepause   Museumsdorf – 100 Jahre Imaginationen von Dorf – Einblicke in die Jubiläumsausstellung   Mittagspause Sina Rieken, KAI-OM: Plattschnacker oder nicht Plattschnacker – Theatervereine im Oldenburger Münsterland als kommunikative Akteure Marketa Spiritova, Institut für Volkskunde der Kommission für bayerische Landesgeschichte bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, München: Soziale Medien als wichtigste Währung? Digitale (Neu-)Beheimatungsstrategien im ehemaligen Zonenrandgebiet Maren Sacherer und Brigitta Schmidt-Lauber, Institut für Europäische Ethnologie, Universität Wien: Veränderungen erzählen – alltagshistorische Transformationen des Lebens am ‚Land‘ Exkursion: Kneipensterben und Dorfgemeinschaftshäuser   Samstag 24.9. 9.30 Uhr: Thomas Schürmann, KAI-OM: Nachbarschaften als Felder der Kommunikation Martin Heintel, Institut für Geographie und Regionalforschung, Universität Wien: Framing und Reframing in der Regionalentwicklung Christine Lorenz-Lossin, Institut für Geschichtswissenschaft, Universität Vechta: Mit(einander) reden. Praxisbericht aus einem partizipativen Projekt“   12.30 Uhr:  Kommissionssitzung mit Kaffee 14.00 Uhr: Ende der Tagung      
Frommes Spielgerät
Ein Aufsatz von Prof. Dr. Christine Aka widmet sich dem Spielgerät in katholischen Haushalten. Siehe Christine Aka: Braucht frommes Spielen Spielsachen? Zur Objektausstattung in katholischen Haushalten. In: Jürgen Bärsch, Christel Köhle-Hezinger, Klaus Raschzok (Hg.): Heilige Spiele. Formen und Gestalten des spielerischen Umgangs mit dem Sakralen. Regensburg 2022, S. 273–284.  
Kirche+Leben 6.3.2022
Am 6. März 2022 berichtete die Zeitung Kirche+Leben über das Projekt  zu Missionarinnen aus dem Oldenburger Münsterland.  
Oldenburische Volkszeitung, 3.3.2022
Bis zum 3. Juli ist die Ausstellung „Zusammen ist man nicht allein“, die unsere Volontärin Malaika Winzheim erstellt hatte, im Museum im Zeughaus in Vechta zu sehen. Wegen der Corona-Pandemie hatte das Museum von einer feierlichen Eröffnung der Ausstellung abgesehen.  
Münsterländische Tageszeitung, 31.1.2022
Das Institut ist an einem Forschungsverbund mit drei Hochschulen des nordwestlichen Niedersachsen beteiligt. Am 28. Januar 2022 berichtete die Münsterländische Tageszeitung darüber.  
Die Studiobühne Cloppenburg probt für eine Woyzeck-Aufführung. Foto: Katja Kuhlmann
Ob als aktive Mitspieler oder als begeistertes Publikum: Das Laienspiel hat einen festen Platz im Leben des Oldenburger Münsterlandes. Gespielt wird auf Platt und auf Hochdeutsch. Die Dichte der Laienbühnen in der Region ist auffällig hoch, fast jede Ortschaft kann eine Theatergruppe vorweisen. Unser Projekt hakt an dieser Beliebtheit des Theaterspielens ein und fragt auch nach historischen Aspekten: Unter welchen Umständen wurden die Laienbühnen gegründet? Wie haben sie sich bis heute entwickelt? Was fasziniert die Menschen am Theaterspielen und wie gestalten sie ihre Mitarbeit an einer Laienbühne? Diesen und weiteren Fragen geht das Projekt in Archivrecherchen und Interviews nach. Weitere Auskunft gibt Sina Rieken M.A., Tel. (04471) 7010663, E-Mail: rieken@kai-om.de. – Zum Bild: Probe zur Woyzeck-Aufführung in der Studiobühne Cloppenburg. Foto: Katja Kuhlmann.  
Lucia Sunder-Plassmann
Seit Januar 2022 ist Sina Rieken Teil der Mannschaft. Sina Rieken hat Volkskunde/Kulturanthropologie in Hamburg und Museum und Ausstellung in Oldenburg studiert. Im Kulturanthropologischen Institut verfolgt sie ein Projekt, das den Laienbühnen im Oldenburger Münsterland gewidmet ist.
Umschlag: Höfe vor der Nachfolge
Im Herbst 2021 ist erschienen: Thomas Schürmann: Höfe vor der Nachfolge. Landwirtschaft und bäuerliches Selbstverständnis im Oldenburger Münsterland (Schriften zur Alltagskultur im Oldenburger Münsterland, Band 2). Cloppenburg: Verlag des Museumsdorfs Cloppenburg, 2021 319 Seiten, 52 Abbildungen. ISBN 978-3-938061-45-9, 24,80 € — Aus dem Klappentext: Nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelte sich die Landwirtschaft des Oldenburger Münsterlandes zum Rückgrat einer florierenden gewerblichen Wirtschaft. Inzwischen stehen die Bauern jedoch unter wachsendem ökonomischen Druck. Zudem wird das bisherige Erfolgsmodell, eine hochintensive Landwirtschaft, in der Öffentlichkeit zusehends in Frage gestellt. Am Beispiel des Oldenburger Münsterlandes zeigt sich eine Reihe von Strukturproblemen der modernen Landwirtschaft in gedrängter Form. Das Buch fragt danach, wie die Bauern selbst ihre Lage sehen. In 38 offenen Interviews gaben Landwirte und ihre Familien aus dem Südoldenburger Raum Auskunft über ihre Stellung in der Gesellschaft, über Zumutungen und Glücksmomente ihres Berufes und darüber, wie sie sich der Zukunft stellen. Die gesammelten Aussagen zeigen nicht nur individuelle Wege und Schicksale; sie verwei­sen auch auf die Chancen und Perspektiven der ganzen Berufsgruppe.
Zusammen mit der gleichnamigen Ausstellung ist am 6. August das Buch „Zusammen ist man nicht allein − wie junge Menschen feiern“ von Malaika Winzheim erschienen. Mit dem Buch eröffnet unser Institut zugleich seine neue Schriftenreihe „Schriftenreihe zur Alltagskultur im Oldenburger Münsterland“. – Sie können das Buch beim Museumsdorf Cloppenburg (www.museumsdorf.de) und in allen guten Buchhandlungen bestellen oder direkt im Eingangsgebäude des Museumsdorfes kaufen. 143 Seiten, zahlreiche farbige Abbildungen, fester Einband; ISBN 978-3-938061-44-2; 12,90 Euro
Ab Freitag, dem 6. August, gibt es eine neue Ausstellung zu sehen. „Zusammen ist man nicht allein − wie junge Menschen feiern“: Zu diesem Thema hat unsere wissenschaftliche Volontärin Malaika Winzheim eine Ausstellung in der Münchhausen-Scheune des Museumsdorfes erarbeitet. In der Ausstellung geht es am Beispiel des Oldenburger Münsterlandes um die Feste und Feiern junger Leute, vom Abtanzball über das Einmehlen, Junggesellinnenabschiede bis zum Kilmerstuten. Lassen Sie sich überraschen! Zur Ausstellung erscheint auch ein Begleitband aus der Feder Malaika Winzheims.
Auf dem Kongress „Welt.Wissen.Gestalten“ der Deutschen Gesellschaft für Volkskunde hatte Prof. Dr. Christine Aka einen Vortrag über das Projekt zu den Missionarinnen gehalten. Der Kongressband ist nun erschienen und auf der Seite des Hamburger Journals für Kulturanthropologie unter https://journals.sub.uni-hamburg.de/hjk/issue/view/92 als Open Access verfügbar.
Christine Aka: „Leutenot“ im Erdbeerfeld – Saisonarbeit und Veredelungswirtschaft in gegenseitiger Abhängigkeit. Das Beispiel Oldenburger Münsterland. In: Zeitschrift für Agrargeschichte und Agrarsoziologie, 68 (2020), Heft 2, S. 65–83